Es gibt gute Argumente, ein weiteres Verwaltungszentrum (Rathaus II) zu bauen – oder auch nicht. Das soll hier nicht mehr diskutiert werden.

Der Ablauf der Entscheidung zum Projekt jedoch zeigt Verbesserungsbedarf:

Die EU verlangt bei größeren Aufträgen ein transparentes und diskriminierungs-freies Ausschreibungsverfahren. Konkretisiert ist das in Deutschland durch die „Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen (VOF)“. Kriterien einschließlich deren Gewichtung müssen festgelegt werden. Mit Punkten für die Anbieter wird bewertet. Ist so der „Sieger“ gefunden, muss der Auftrag entsprechend vergeben werden. Will man das nicht, bleibt nur die Möglichkeit, das ganze Vorhaben fallen zu lassen.

Im Fall Rathaus II wurden die Kriterien von externen Beratern – jedenfalls nicht vom für die Vergabe zuständigen Gemeinderat –  festgelegt. Damit musste die Jury einem Entwurf zustimmen, der die meisten Punkte erhielt – jedoch der Stadt die Chance einer außergewöhn-lichen Architektur nahm. Wir hätten was für die „Marke Göppingen“ tun können. Es kam anders. Schade!

Damit das nicht wieder passiert, haben wir im Gemeinderat beantragt:

„Bei zukünftigen Bauvorhaben, für die VOF-Verfahren o.ä. notwendig sind, werden die Bewertungskriterien und deren Gewichtung vom Gemeinderat festgelegt.“

Damit wird am Anfang dieser Verfahren bestimmt, was dem Gemeinderat wichtig ist.

Der Baubürgermeister signalisierte in der Gemeinderatssitzung Zustimmung.

Der Oberbürgermeister hatte keine Einwände.

Der Gemeinderat stimmte mit überwältigender Mehrheit zu.

Alle erkannten: Am Anfang gilt es.

Nun ist alles klar für die Zukunft.

Uns freut das.

Freie Wähler Göppingen  (FWG)

Wolfgang Berge, Annemarie Schewe,

Dr. Emil Frick, Rudi Bauer,

Stefan Horn, Wolfram Feifel.


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