Der Hohenstaufen ist als  Zeugen-berg nicht nur geologisch etwas Besonderes. Graf Friedrich baute dort im Jahr 1070 eine Burg. Sie war eine der ersten Burgen, die nicht mehr im Tal sondern auf einem Berg stand. Damit setzte der frühe Staufergraf im damaligen Europa Maßstäbe. Mehr als 450 Jahre beherrschte die Burg unsere Landschaft. Im Bauernaufstand wurde sie 1525 zerstört.

Am Jahrestag des Todes unseres Stauferkaisers Barbarossa – er verstarb am 10. Juni 1190 in der heutigen Türkei – wurde vor fünf Jahren die neue Gaststätte auf diesem historischen, einmaligen Berg eingeweiht. Hier gründete sich in der Folge ein Verein, der den Mythos des Berges bewahren will. Enge Verbindungen zu den europäischen Wurzeln unserer Staufer, dem mächtigsten Herrschergeschlecht des Mittelalters, werden gepflegt. Die Stadt und sein Stadtbezirk  Hohenstaufen freuen sich über das neue Leben dort droben; genauso wie der Landkreis Göppingen – der „Stauferkreis“. Die Stauferlöwen zieren Landeswappen von Baden-Württemberg. Daher sollte das Andenken nicht nur von Seiten der Hohenstaufenstadt Göppingen bewahrt werden. Auch unser Landkreis und das Land Baden-Württemberg werden mit dem Hausberg der Göppinger ihr gutes Image weiter aufbessern können.

Über die Staufer sind Stadt, Kreis und Land europaweit vernetzt und bekannt. Darauf können wir stolz sein. Das verdient Anerkennung und Bestandssicherung! Behutsam und ohne Rummel muss das zum Ziel führen. Ohne Zuschüsse geht so etwas nicht; aber mit Partnern wie dem Kreis und dem Land. Auch Zuwendungen europäischer Institutionen würden den Staufern gerecht; gelten sie doch als die ersten Europäer.

Wir werden das Ziel im Auge behalten.


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