Bartenbach ist geteilt in drei Teile. Den einen bewohnen die Lerchenberger; den anderen die vom Krettenhof; den dritten die Bartenbacher – vom Schützenhaus bis zur Schurwaldstraße.

Seit alters her waren alle durch Feldwege verbunden. Später durch geteerte Sträßlein; und alle waren zufrieden.

Sie nahmen es hin, als für den Kreis bei ihnen eine Deponie gebaut wurde und jahrelang Lastwagen durch die Dörfer fuhren.

Sie waren einverstanden, als ihre Wege vom Oberholz bis zum Krettenhof als Umleitung für die Bundesstraße durch Rechberghausen benötigt wurden.

Die Sträßlein litten arg. Weil Bartenbach zu Göppingen gehört, übernimmt die Stadt die Kosten von Reparaturen.

Das gefiel den Nachbarn sehr; wurde ihnen doch immer wieder klaglos ein kleiner Finger gereicht.

So dachten sie: Lasst uns gleich die ganze Hand nehmen.

Gedacht getan bauten die aus Rechberg-hausen eifrig ihre Ortsdurchfahrt zu: Enge Straßen. Winziger Kreisel. Bushaltestelle auf die Fahrspur. – Nichts läuft da mehr. Oder wenig.

Die lange diskutierte Ortsumfahrung westlich von Rechberghausen? Fehlanzeige.

Lieber die Feldwege um Bartenbach! Vom Krettenhof bis Bartenbach und von Bartenbach bis ins Oberholz. Dort hätten die vom Schurwald gern den Verkehr.

Und auch gleich einen komfortablen Winterdienst dazu.

Und schnellstens ausgebaut gehören die Straßen.

Und alles – ganz klar! – auf Kosten der Stadt.

Wie der Verkehr dann in Göppingen weiterrollt, interessiert die Schurwäldler nicht…

‚Heiliger Sankt Florian

Verschon’ mein Haus

Zünd’ and’re an!‘

Meinen die vom Schurwald.

Nicht wir.


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