Null ist nichts, gar nichts. Eigentlich.

Und doch freut uns zuweilen eine Null; dann, wenn wir null Schulden machen.

Manchmal aber ist eine Null viel, sehr viel; dann, wenn sie plötzlich an der falschen Stelle steht. Beispiel:

Parkplätze fehlen in der Stadt. Die Verwaltung schlägt eine Tiefgarage am Bahnhof vor. Wir schätzen die Kosten nach aktuellem Stand und unter Berücksichtigung aller Bau- und Nebenkosten zu

50.000.- Euro pro Stellplatz.

Bei 100 Stellplätzen kostet die Tiefgarage 5 Millionen Euro.

Baukosten für ein Billig-Parkhaus: 5.000.-Euro.- pro Stellplatz. Eine Null weniger als in der aktuellen Planung.

Bei 100 Stellplätzen sind das nur 500.000.- Euro für ein Parkhaus.

Das sind 4.500.000.- Euro weniger!

Wir wollen großzügig sein und für eine billige Tiefgarage „nur“ 40.000.-Euro pro Stellplatz ansetzen – und für ein schickes Parkhaus neben dem Bahnhof 10.000.-Euro pro Stellplatz. Zum Preis der Garage können also viermal mehr Fahrzeuge in einem Parkhaus am Bahnhof Platz finden:

Statt 100 dann 400.

Gut fürs Park-and-ride, für den S-Bahn-Anschluss, für unsere Geschäfte in der Stadt, für unsere Stadtfinanzen! Und die schönen Platanen zwischen Bahnhof und Kreissparkasse müssen nicht abgeholzt werde. Sie bleiben erhalten.

Allerdings: das geplante zweite Rathaus an der Bahnstrecke passt dann dort nicht mehr. Aber dafür ist ab 2017 genug Platz an der unteren Marktstraße (und anderswo).

Die Spannung wächst. Was wird uns im Herbst vorgelegt?

Wir bleiben wachsam.


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